Podcasts – die Zukunft des Radios

In den USA sind Podcasts schon seit langem das nächste große Ding, gleich nach dem kostenlos spielen bei Sunmaker. Es wird geschätzt, dass jeder fünfte Amerikaner schon einen Podcast monatlich hört. Neben Radiosendern produzieren auch Internetkonzerne, Verlage und private Enthusiasten Podcasts. Podcasts sind Audiodateien, die in der Regel gratis und automatisch auf Tablet, PC oder Smartphone geliefert werden. Auf den Markt kommen immer mehr neue Podcasts von Streaminganbietern und Privatpersonen. Der Begriff „Podcast“ ist aus den Wörtern iPod und Broadcast zusammengesetzt.

Vereinfacht gesagt, geht es bei einem Podcast um die Bereitstellung diverser Audio- oder Videodateien im Netz. Doch im Gegensatz zu normalen Radio- oder Fernsehsendungen werden Podcasts als MP3-Datei produziert. Im Unterschied zu Radio- und Fernsehsendungen, die eine feste Sendezeiten haben, kann man ein Podcast auf Abruf jederzeit hören bzw. sehen. Dank dieser modernen Form des Radiohörens bestimmt der Hörer selbst, wann etwas gehört wird.

Der Hörer kann so den Beitrag einfach mal herunterladen und beim Joggen, auf dem Weg zur Arbeit oder nach Feierabend genießen – wann immer er will. Die Benutzer können die aktuellen Podcast-Episoden downloaden oder auch zukünftige abonnieren, um jeweils die aktuellste Episode ganz bequem auf den Computer, Tablet oder Smartphone zu erhalten.

Podcasts unterscheiden sich von Radiosendungen

Im Allgemeinen zielen Radioshows darauf ab, ein breites Spektrum an Themen abzudecken, darunter Promi-News, Sport und Themen von allgemeinem Interesse. Es ist üblich, dass Radiosender das Format „Morning Zoo“ verwenden: eine Sammlung sympathischer Gastgeber, die beliebte Themen diskutieren. Radiosender tun dies, weil das Publikum, das sie erreichen, bereits durch zwei Faktoren begrenzt ist: das Senderformat und die geografische Reichweite. Podcasts hingegen sind nicht auf das Stationsformat oder die geografische Reichweite beschränkt, sodass sie sich auf bestimmte Nischen konzentrieren können. Es macht zwar keinen Sinn, einen Radiosender zu gründen, der sich auf das Stricken in Los Angeles konzentriert, doch ein Strickpodcast könnte erfolgreich sein, da er das Potenzial hat, Stricker aus der ganzen Welt anzuziehen.

Ähnlich den Blogs sind auch Podcast aus Mitteilungsbedürfnis einzelner Menschen entstanden. Die großen Hörfunksender, die Teile Ihres Programms als Podcast anbieten, sind erst später erschienen. Diese privaten Charakter haben viele Podcasts behalten. So präsentiert ein Musikliebhaber seine persönliche Auswahl an Stücken, ein passionierter Schachspieler berichtet über seine Turniererfolge und bietet Tipps für Nachwuchsschachspieler, oder eine Gruppe von Historikern tauscht Meinungen aus. Der Podcast gehört im Bereich der Unternehmenskommunikation fast zu den Klassikern, was die direkten Kommunikation zu den Kunden angeht. Laut einer Studie der House of Research GmbH aus dem Jahr 2007, betrachten Unternehmen Podcasts als „innovativ und kreativ“.

Einen Podcast abonnieren

Man verbindet mit einem Abo regelmäßige Kosten, doch es kostet gar nichts, einen Podcast zu abonnieren. Podcasts finanzieren sich nämlich durch Werbung und Rundfunkgebühren.

Wer einen Podcast abonnieren möchte, braucht ein besonderes Programm, den sogenannten Podcatcher. Hier gibt es mehrere Angebote, wie z.B. iCatcher oder Overcast für iOS und Antenna Pod oder Podcast Addict für Android. Das am weitesten verbreitete Programm zur Reproduktion von Podcasts ist iTunes. Einen Podcast kann man aber auch am eigenen PC anhören. Dafür muss der Benutzer zuerst eine entsprechende Software installieren wie z.B. iTunes. Es besteht auch die Option, ein Podcast-Portal im Internet zu besuchen.

Wenn Menschen zu einem „Podcatcher“ gehen, um einen neuen Podcast zu suchen, wird häufig nach Thema gesucht. Wenn also ein Podcast eine breite Palette von Themen abdeckt, anstatt sich auf einen bestimmten Bereich wie Bier, Elternschaft oder Politik zu konzentrieren, kann es schwierig sein entdeckt zu werden.